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Oh wie schön ist Indigo

Färber- und Blaudruckerhandwerk im Wandel der Zeit

Erschienen am 15.10.2019
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783942509534
Sprache: Deutsch
Umfang: 240 S., Viele farbige Fotos und Dokumentw
Format (T/L/B): 1.7 x 21.5 x 16.9 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Zu Fuß aus dem Bayerischen Wald bis nach Königsberg oder Lugano - auf Wanderschaft als Geselle begeben sich viele Färber und Blaudrucker seit dem Mittelalter auf weite Reisen durch ganz Europa, auf der Suche nach neuen Mustern und Färbrezepten. So auch die Färber und Blaudrucker der Familie Fromholzer. Seit dem 17. Jh. färben sie Leinen mit einheimischen Pflanzen wie etwa dem Färberwaid. Intensiver werden die Farben bald mit dem wertvollen Naturindigo und ab 1878 mit dem synthetischen Indigo-Blau von Hoechst und BASF. Im 20. Jh. folgt die Revolution der Farbwelt durch das licht- und waschechte Indanthren. Verschiedene Druckverfahren von Reservedruck bis Ätzdruck und von Modeldruck bis Filmdruck werden entwickelt. In den 1870er Jahren gehen einige Fromholzers nach Amerika. Einer führt den Familienbetrieb weiter. So besteht der Betrieb bis heute in fünfter Generation und bewahrt diese Handwerkstradition vor dem Vergessen. Diese 375jährige Familiengeschichte der Fromholzers wie auch ihres Handwerks spiegelt sich in zahlreichen Dokumenten, Fotos und Stoffmustern. Sie illustriert spannend und informativ die Kunst des Färber und Blaudruckerhandwerks im Wandel der Zeit.

Autorenportrait

Friedemann Fegert, Dr. phil., geboren 1946, Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Gymnasiallehrer. Er verfasste Beiträge zur historisch-geographischen Siedlungsforschung und hat mit "Ihr ghönt es Eich gar nicht vorstelen wie es in Amerigha zu ged" ein Standardwerk der Migrationsforschung vorgelegt. Er war an Museumsprojekten im Freilichtmuseum Finsterau/Bayerischer Wald, der Wanderausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte "Good bye Bayern - Grüß Gott America" und dem Deutschen Auswanderer Haus Bremerhaven beteiligt. Im Auswanderermuseum "Born in Schiefweg" übernahm er ehrenamtlich die Präsentation der Auswanderung aus Bayern nach Nordamerika.